Aurlandsfjord, Foto: Fjord Norway, Robin Strand

Quer durch Norwegen

Die abwechslungsreiche Tour durch das schöne Königreich Norwegen beginnt am Oslofjord und endet in der reizvollen Hansestadt Bergen. Dazwischen, gibt es für den Reisemobilisten jede Menge zu entdecken.

Die Fahrt am Oslofjord führt an interessanten Städten vorbei. Ein Highlight ist hierbei der Stadtbesuch von Oslo. Vorbei an dem riesigen Mjøsasse und der Olympiastadt Lillehammer geht es danach durch die schönen Täler Gudbrandsdal und Ottadal in die Hochgebirgsregion Jotunheimen. Die weitere Route führt über den riesigen Sognefjord und weiter nach Bergen.

 


In dem kleinen Küstenstädtchen Langesund macht die Fjord Line-Fähre fest und hier beginnt für den Reisemobilisten die schöne Tour durch Norwegen. Auf der Route am westlichen Ufer des rund 140 Kilometer langen Oslofjords laden viele Städte zu einem Rundgang ein. Einige bieten auch Stellplätze für Wohnmobile an.

Zwischen Larvik und Oslo

Ein nettes Städtchen ist Larvik. Die Hafenstadt lockt mit einem Stellplatz am Seefahrtsmuseum, guten Bademöglichkeiten und reizvoller Promenade.
Ein Stopp bietet sich in der Stadt Tønsberg an. Sie ist die älteste Stadt in Norwegen. Hier lohnt sich ein Besuch des Schlossbergs mit Burgruine und Aussichtsturm. Aber auch das Provinzmuseum mit Wikingerschiff, die schöne Hafenpromenade und das nette Zentrum können sich sehen lassen.

Ein Muss ist der Ausflug auf die Insel Tjøme. An der Südspitze befindet sich das sogenannte Ende der Welt (Verdens Ende). Die Landspitze mit ihren kleinen nackten Inseln und felsiger Küste ist Teil des Færder Nationalparks. Hier kann man sich ein Bad gönnen und die Seele baumeln lassen. In östlicher Richtung blickt man auf den rund 300 Jahre alten Leuchtturm Færdens Fyr.

Auf der weiteren Route macht der Besuch des Städtchens Åsgårdstrand richtig Spaß. Hier reihen sich intakte weiße Holzhäuser aneinander. Der berühmte norwegische Künstler Eward Munch lebte in Åsgårdstrand. Man kann sein Wohnhaus besuchen und danach in das nette „Munchs Café“ einkehren. Über die Europastraße 18 erreicht man die norwegische Hauptstadt Oslo, die über Campingplätze und einen Stellplatz verfügt.

Tønsberg – Schlossberg mit Burgruine

 

Færder Nationalpark

Zeit einplanen für Oslo

Die Metropole Oslo hat so viel zu bieten, dass man zwei Tage für den Besuch einplanen sollte. In erster Linie besticht sie durch ihr kulturelles Angebot. Denn zahlreiche interessante Museen, wie das Wikingerschiff-Museum, das Freilichtmuseum „Norsk Folkemuseum“ oder das Edward-Munch-Museum sollten besucht werden.

Kunst bietet auch der große, in der sich die Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland tummeln. Im Zentrum Oslos befinden sich imposante Bauwerke zu denen u.a. das Schloss, die Universität, das Parlamentsgebäude Storting, die Festung Akershus oder auch moderne Bauwerke des Hafenviertels Aker Bryggen wie das Kunstmuseum „Astrup-Fearnley-Museet“. Ein ebenfalls modernes Bauwerk mit begehbarem Dach ist die Neue Oper.

Und nicht versäumen sollte man einen Spaziergang oder eine Fahrt mit dem Rad auf der neuen 9,5 km langen Hafenpromenade oder den Besuch der modernen Skischanze am Holmenkollen.

Oslo – Frognerpark mit der Vigeland-Anlage

 

Königliches Schloss Oslo

 

Auf nach Lillehammer

Zufrieden und voller Eindrücke der Hauptstadt Oslo, geht es weiter in die nördliche Richtung.  In Eidsvoll sollte ein Zwischenstopp eingelegt und das lehrreiche Verfassungsgebäude besichtigen werden.

Im weiteren Verlauf führt die Route am großen Mjøsasee entlang, der mit einer Länge von rund 100 Kilometern der längste See des Landes ist. Auf dem See verkehrt seit dem Jahr 1852 der historische Raddampfer „Skibladner“.

Und in Hamar weckt die Wikingerschiffhalle Erinnerungen an die Olympischen Winterspiele von 1994. So ist der Stopp in der Olympiastadt Lillehammer ein Muss. Natürlich ist hier ein Olympiamuseum zu finden. Aber ein Kunstmuseum und die beiden Skischanzen, die man besichtigen kann und von denen man einen grandiosen Blick auf den Ort hat.

Mjøsasee – Längste See Norwegens

 

Lillehammer – Freilichtmuseum Maihaugen

Durch das Grudbrandsdal und Ottadal

Von Lillehammer geht es durch das rund 200 Kilometer lange Gudbrandsdalen, ein altes Bauerntal mit viel Tradition und alten Höfen. Sehenswert ist für Familien ist der Hunderfossen Familienpark und in Ringebu die große Stabkirche. Abseits des Tales kann man alternativ über den Peer-Gynt-Weg durch das Fjell fahren.

In dem Ort Otta zweigt die Route in westlicher Richtung in das Tal Ottadalen ab. In Vågåmo lohnt sich ebenfalls die Besichtigung der Stabkirche. Eine Übernachtung sollte in Lom eingeplant werden. Der nette Ort im regenarmen Ottadal hat neben zwei Campingplätzen ein Fjellmuseum und eine stattliche Stabkirche zu bieten. Mit Lom verlässt man das regenarme Ottadal und fährt weiter über die Nationale Touristenstraße „Sognefjellvegen“.

Ringebu – Stabkirche

 

Lom – Im regenarmen Ottadal

Hoch hinaus in Jotunheimen

Ein Abstecher lohnt sich in die Hochgebirgsregion Jotunheimen. Eine Privatstraße führt hinauf zum Berggasthof Raubergstulen, der auch einen Stellplatz für Reisemobile bietet. Hier kann man sich zu einer geführten Wanderung hinauf auf den Galdhøpiggen anmelden. Er ist mit 2.469 Metern immerhin der höchste Berg Skandinaviens. Die rund dreistündige Wanderung gehört sicherlich zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in Skandinavien.

Über den Sognefjellvegen geht es zum Fähranleger in dem Dorf Kaupanger, das eine Stabkirche und ein kleines Seefahrt- und Fischereimuseum zu bieten hat. Wer auf die Fähre warten muss, sollte sich hier unbedingt umsehen.

Hochgebirgsregion Jotunheimen – Norwegen

Über den Sogneford

Die rund zweieinhalbstündige Fährfahrt über den größten Fjord des Landes gleicht einer kleinen Kreuzfahrt. Zunächst geht es über den Sognefjord, der sich immerhin rund 200 Kilometer in das Land schlängelt. Dann fährt man durch den Aurlandsfjorden, einem weitaus kleineren Nebenfjord. Höhepunkt ist zum Schluss die Fahrt durch den winzigen Fjordarm Nærøyfjord. In Gudvangen fährt der Reisemobilist von der Fähre und steuert die Hansestadt Bergen an. Ein Stopp lohnt sich in dem Sommer- und Wintersportort Voss mit seiner imposanten Kirche.

Endstation Bergen

Nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ endet die Reise durch Norwegen in einer der schönsten Städte Skandinaviens – die Hansestadt Bergen. Die zweitgrößte Stadt des Landes wird dem Reisemobilisten auf Anhieb gefallen, auch wenn es regnet, denn sie gehört zu den regenreichsten Städten Europas. Bei Regen bietet sich ein Besuch eines der vielen interessanten Museen an und bei Sonne zeigen sich die alten Speicherhäuser des  Hanseviertels „Bryggen“ oder der Fischmarkt von ihrer schönsten Seite.

Zu Beginn des Stadtbesuches sollte man mit der Standseilban auf den 320 Meter hohen Hausberg Fløyen fahren und sich die Stadt und die vorgelagerte Küste aus der Vogelperspektive anschauen. Der Blick fällt dann auch auf riesige Kreuzfahrtschiffe und die traditionsreichen Hurtigrutenschiffe. Apropos Schiff! In Bergen legt die Fjord Line-Fähre ab und steuert die dänische Hafenstadt Hirtshals an.

Der Blick vom Deck der modernen Fähren auf die vielen Inseln auf der Strecke zwischen Bergen und Stavanger setzt einen schönen Schlusspunkt der vielseitigen Tour durch Norwegen.

Bergen – Hanseviertel Bryggen


Infokasten
Beste ReisezeitEine gute Reisezeit ist von Mitte Juni bis Mitte September.
Länge der TourDie Route ist rund 800 Kilometer lang.
Dauer der ReiseFür die schöne Tour quer durch Norwegen sollte man rund zwei Wochen einplanen.
CampingAuf der Strecke zwischen Langesund und Bergen stehen ausreichend Campingplätze und einige Stellplätze (u.a. Larvik, Sandefjord, Tønsberg, Holmestrand, Oslo, Hamar, Raubergstulen, Bergen) zur Verfügung. Für das Einchecken auf dem Campingplatz benötigt der Reisemobilist die Campingkarte „Camping Key Europe“.
Hilfreiche Webseitenwww.fjordline.com, www.visitnorway.de, www.camping.no, www.visitoslo.com, www.visitoestfold.com, www.visitvestfold.com, www.lillehammer.com, www.visitbergen.com, www.reisemobil-routen.de

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